Schule

Bereits vor 1730 wird ein Schullehrer und Organist Joh. Gottfried Fischer genannt. Es folgten von 1760-1770 Johann Jeserich, 1770-1791 Johann Gottfried Müller,  ab1802 Gottlob Kunzer, der 1937 starb, es folgte der Seminarist Alexander Herzog von 1838 bis 1886. Von 1886-1910 war hier Paul Gärtner Lehrer und 1887 an zweiter Lehrerstelle wird Lehrer Wiese genannt. Es folgten 1910 bis nach 1932 Ferdinand Mettke (in der Zusammenfassung von H.G. Rudolph ist Herr Mettke bis Ende 1937 Lehrer in Friedersdorf). An zweiter Lehrstelle wird Lehrer Bode bis 1924 genannt. Ab 1925  Lehrer Görsdorf, an zweiter Stelle Lehrer Schwarz und die Handarbeitslehrerin Fräulein Marie Schneider. 1927 Lehrer Kalischer, 1930 Lehrer Grunow, 1934 Lehrer Händschke und ab 1938 Lehrer Erwin Kahlow.

1879 wurde das Schulhaus neben der Kirche erbaut und ein zweiter Lehrer angestellt. Die Kinderzahl betrug damals 201, 1910 waren es 135 Kinder. Die Lehrer wohnten im Lehrerhaus neben der Schule. Im Schulgarten plätscherte der „Röhrtrog“. Aus einer aus ausgehöhlten Holzstämmen verlegten Rohrleitung aus der naheliegenden nördlichen Dünenhöhe (bei Butter-Schulz) lief ständig frisches Wasser in einen Holztrog. Wenn der voll war, lief das Wasser in die Wiese im Schulgarten. Das Wasser soll sehr erfrischend gewesen sein. Das Lehrerhaus und der Röhrtrog sind nicht mehr da.

Lehrer Paul Gärtner

zählte zu den Mitbegründern und Vorstandsmitgliedern des "Verein für die Geschichte Sorau`s". Im Sorauer Heimatblatt 01 1958 ist im Artikel "In memoriam Gustav Engelmann" u.a. beschrieben: "Es kann nicht wunder nehmen, dass gerade die junge Lehrerschaft, die auf den Seminaren die erste Berührung mit dieser jungen, nationalen Wissenschaft erlebte, sich eifrig der Pflege von Bodenaltertümern verschrieb. In Friedersdorf hatte sich der Lehrer Gärtner mit der Zeit eine große Sammlung von ca. 400 Tongefäßen, zahlreichen Bronzen neben einer stattlichen Reihe von Steinbeilen in der näheren Umgebung des Ortes ergraben und ersammelt. 1893 wurden staatliche Stellen auf seine ausgezeichnete Sammlung aufmerksam, und neben Görlitz bemühte sich auch Berlin um den Ankauf seiner Sammlung. Aber Gärtner war ein so fanatischer Liebhaber, dass er die Stücke keinem Museum übergab und diese später verloren gingen." Kantor Gärtner ist 1910 von Friedersdorf nach Delitzsch verzogen. 

Lehrer Ferdinand Mettke

in der Zusammenfassung von H.G. Rudolph ist vermerkt, dass Ferdinand Mettke am 21.01.1889 in Datten bei Pförten als Bauernsohn geboren wurde. Als Lehrer wurde er in Neuzelle ausgebildet. Seit 1910 war er in Friedersdorf Lehrer, Kantor und Volksbildner, lebendiger Kulturförderer. Seine Lieblingstätigkeit führte er als Dirigent des Kirchenchores, ein gemischter Chor, durch und er hat mehrere Konzerte mit Unterstützung des Musikdirektors Lubrich aus Sagan in Friedersdorf gegeben. Ferner wirkte er als Dirigent des Männergesangvereins, war ein großer Förderer des Turnvereins und der schönen Turnhalle unseres Ortes. Außerdem war er Gründer des Ausschusses für Jugendertüchtigung. 1918 heiratete er Frieda Bando aus Friedersdorf. 1937 verzog er nach Forst, wo er 1942 verstarb."

Sorauer Tageblatt vom 09.12.1923:

Der evangelische Oberkirchenrat hat im Einverständnis mit dem Minister der geistlichen Angelegenheiten auf Antrag des Konsistoriums dem hiesigen Organisten und Lehrer Mettke den Titel "Kantor" verliehen. 

Im Sorauer Tageblatt wurde 1932 unter "Unsere Heimat" die Ortskunde von Friedersdorf von Ferdinand Mettke in mehrer Teilen veröffentlicht. Das Sorauer Tageblatt vom 03.11.1935 teilte mit: Am 1. November 1935 konnte der Kantor Mettke auf sein 25jähriges Dienstjubiläum zurückblicken. Die Schulkinder hatten ihm zu Ehren die Klasse geschmückt und ein Geschenk überreicht. Gleichzeitig hat Kantor Mettke der evangelischen Kirche 25 Jahre als Organist gedient.

Schulvorstand

Am 27.12.1935 gehörten dem Schulvorstand an: Lehrer und Kantor Ferdinand Mettke, Bäckermeister Theodor Martin, Schmiedemeister Gustav Martin, Schmiedemeister Gustav Schulz, Weichenwärter Gustav Martin. Als Schulwalter für die Schulgemeinde wurden bestellt: Tischlermeister Adolf Schmidt, Häusler Fritz Müller, Frau Ida Lehmann sowie Richard Martin. Aus dem Sorauer Tageblatt vom 27.12.1935.

 

 

 

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